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Strecken und Zielgebiete


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Sonderzüge

Saisonzeiten und Tarife

Gegenüberstellung internationaler Tarif (abgekürzt TCV) und Binnentarif: für nationale Verbindungen gilt Binnentarif des jeweiligen Landes, wenn die Fahrkarten in eben diesem Land gekauft werden. Hingegen kommt für grenzüberschreitende Strecken oder bei Kauf in einem anderen Land der internationale Tarif zur Anwendung. Während dies zumeist keinen großen Preisunterschied ausmacht, gibt es aber auch Fälle (vor allem Osteuropa und auch Italien sind dafür bekannt), in denen für die gleiche Strecke der internationale Tarif deutlich teurer ist als der Binnentarif. Zudem werden immer mehr Züge den sogenannten Globalpreisen (statt dem herkömmlichen Kilometertarif) unterworfen und fallen somit aus dem TCV heraus, was Buchungen aus anderen Ländern nicht gerade vereinfacht.

Die genauen Preise sind je nach Abfahrtstag verschieden und können nicht in einer geschlossenen Übersicht dargestellt werden - bei Bedarf müssen die Anbieter bzw. deren Unterlagen direkt konsultiert werden. Häufig findet man inzwischen tages- bzw. minutenaktuelle Preise, die je nach Buchungsstand (fast) beliebig schwanken können. Als allgemeine Tendenz ist es um so teurer, je näher der gewünschte Termin am Wochenende und am Beginn bzw. Ende der Schulferien liegt.

Die angegebenen Fahrpreise sind die obere Grenze derjenigen Preise, die jederzeit (sofern die Buchungssaison läuft und im Zug überhaupt noch Plätze frei sind) als Regeltarif buchbar sind.

Die detaillierte Aufführung aller Möglichkeiten und Varianten würde den Rahmen sprengen. Angegeben sind jeweils Stichworte zur gezielten Nachfrage bei Verkaufsstellen bzw. Anbietern. Für Kinder gelten je nach Strecke unterschiedliche Altersgrenzen und Ermäßigungssätze. Für erwachsene Mitfahrer gibt es manchmal personenbezogene ermäßigte Mitfahrerpreise, manchmal Pauschalpreise für ein ganzes Abteil, und die Platzzahl pro Abteil variiert je nach Strecke, Komfortklasse und Wagenausstattung zwischen zwei und sechs. Außerdem können sich die Ermäßigungssätze für einfache Fahrt von denen für Hin- und Rückfahrt unterscheiden.

Finnland: Alternativ können Personen die normalen Nicht-Autoreisezug-Preise in Anspruch nehmen. Für Fahrzeuge über 5,05 m Länge doppelter Preis. Gegen Aufpreis werden auch Autos (nicht jedoch andere Fahrzeuge) ohne mitfahrende Begleitpersonen befördert.

Frankreich: über den Regeltarif hinaus gibt es den Sondertarif "Prem's" (unter Ausschluß von Umbuchung oder Stornierung) in begrenztem Kontingent.

Seit Januar 2008 werden Fahrzeuge auch alleinreisend befördert (also ohne daß mindestens eine Begleitperson dieselbe Strecke per Zug fährt).

Für Autos über 163 cm Höhe (nur auf bestimmten Strecken ab Paris möglich) ca. 25 Euro Zuschlag.

Für Personenpreise sind alle Ermäßigungen für "autolose" Normalreisende anwendbar (wobei seit Herbst 2007 der Rabattsatz von der momentanen Buchungslage abhängt und quasi beliebig sein kann): Prem's (Zugbindung, begrenztes Kontingent, keine Umbuchung, keine Rückgabe), Week-End (Hin- und Rückfahrt über mindestens eine Nacht Samstag / Sonntag), Carte Enfant + (Familien mit mindestens einem Kind unter 12 Jahren), Carte 12-25 (Personen von 12 bis unter 26 Jahren), Carte Escapade (eine Art Bahncard 25 für jedermann, nur bei Hin- und Rückfahrt über mindestens 200 km und eine Nacht Samstag / Sonntag), Carte Senior (Personen über 60 Jahre). In den Streckentabellen stehen die Preise "TGV Pro" 2. Klasse für die "période de pointe" (Spitzenzeit) - vorausgebuchte Fahrkarten mit Zugbindung (oder langsamere Nicht-TGV-Züge) können billiger sein; 1. Klasse oder Nachtzüge können teurer sein.

Für Viererbelegung im Liegewagen muß die Buchung formal in der ersten Klasse erfolgen. Buchung eines kompletten Liegewagenabteils ist möglich bei 1. Klasse und einem Zuschlag von 40 / 50 / 70 Euro bei 1 / 2 / 3 leer bleibenden Plätzen. In der Sechserbelegung bzw. 2. Klasse sind für eine Abteilbuchung mindestens 4 Personen erforderlich und beträgt dieser Zuschlag 45 Euro (Preise nach dem Stand von April 2010).

(Süd-)Osteuropa: Von Villach in Richtung Griechenland / Türkei für Fahrzeuge über 152 cm ca. 40 Euro Aufpreis.

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Strecken und Zielgebiete

Alle Strecken werden in beide Richtungen gefahren, soweit nicht anders angegeben. Grenzüberschreitende Strecken sind meistens nur einmal (in der Regel unter dem nördlicheren Land) aufgeführt.

Deutschland - Inlandsverbindungen: nach den Rückzug der DB zum Jahresende 2016 gibt es durch andere Betreiber nur noch die Strecke Hamburg - Lörrach, ab Juli 2017 voraussichtlich auch wieder Hamburg - München.

Deutschland - Ausland: unter österreichischer Betriebsführung allnächtlich von Hamburg und Düsseldorf nach Wien und Innsbruck sowie mit dem Betreiber Euro-Express ab Düsseldorf und ab Mai 2017 mit dem betreuber Urlaubs-Express ab Hamburg.

Finnland: von Helsinki, Tampere und Turku nach Nordfinnland, zumeist täglich und ganzjährig.

Frankreich: nur ab Paris nach Südfrankreich (von Südwesten nach Südosten auf bestimmten Strecken mit Umladen in Abwesenheit in Paris, Dauer mindestens zwei Nächte). Personen und Fahrzeuge können verschiedene Züge bzw. Abfahrtstage benutzen.

Großbritannien: Vom Festland auf die Insel gibt es "Le Shuttle" durch den Kanaltunnel Calais - Folkestone (täglich rund um die Uhr bis zu viermal pro Stunde; Tiere nur mit erheblichem administrativem und technischem Aufwand; Fahrzeuge mit Gas- oder Hybridantrieb sind nicht zugelassen), jedoch wegen der im Tunnel strengen Sicherheitsbestimmungen keine darüber hinausgehenden längeren Autoreisezugstrecken.

Österreich: ganzjährig und täglich von Feldkirch (bei Lindau) nach Wien, Graz und Villach. Von Wien und Innsbruck nach Düsseldorf (nicht immer täglich) und Hamburg. Anfang Februar im Zuge der Semesterferien auch einzelne zusätzliche Verbindungen ab Wien in die Skigebiete und zurück. Im Sommer zweimal wöchentlich von Wien nach Livorno und Verona.

(Süd-)Osteuropa: (Insbesondere hier sei darauf hingewiesen, daß gegebenenfalls die jeweiligen Visumbestimmungen zu beachten sind!) In Tschechien / Slowakei von Praha nach Poprad Tatry, Košice und Humenné. In Serbien / Montenegro einige inländische Nord-Süd-Verbindungen. Von Villach (Österreich) nach Edirne (Türkei). In Kroatien: Zagreb - Split.

Nur prinzipiell bekannt (aber ohne genaue Verkehrstage bzw. sonstige Details und daher nicht in Karte und Fahrplantabellen aufgeführt) sind folgende Strecken: Bulgarien: Sofia - Burgas / Varna. Griechenland: Thessaloniki - Athina. Russland: Moskau - St. Petersburg. Ukraine: Kiev - Dnepropetrovsk, Kiev / Charkov - Simferopol.

Transsib: unter den dort Einheimischen ist die Motorradmitnahme in der Transsibirischen Eisenbahn gängige Praxis (für Autos ist das wohl nicht mehr so gebräuchlich, seit die parallele Straße durchgehend zumindest provisorisch befahrbar ist). Allerdings sei seit 2008/2009 die Mitnahme im gleichen Zug, wie man selber fährt, sehr schwierig geworden bzw. in der Praxis oft nicht mehr möglich. Und mit einem separaten Güterzug dauert es dann schon mal doppelt so lange wie der Schlafwagen bräuchte (Irkutsk - Moskau wird mit 10 Tagen genannt).

Spanien und Portugal: einen "örtlichen" Autoreisezugbetrieb gibt es seit Mitte / Ende 2006 nicht mehr. Von Deutschland bzw. der Schweiz (oder auch nur Frankreich) nach Spanien gibt es wegen der unterschiedlichen spanischen Spurweite (bzw. der speziellen Anforderungen auf der neuen Normalspurstrecke Perpignan - Barcelona) keine durchgehenden Verbindungen. Üblich( gewesen)er Zielbahnhof kurz vor der spanischen Grenze ist Narbonne.

Sonderzüge (weil die Frage gelegentlich kommt): prinzipiell kann man deswegen jedes Eisenbahn-Verkehrsunternehmen ansprechen. Aber der Teufel liegt im Detail: die Kosten einer Zugfahrt sind nur zum kleineren Teil von der Zuglänge abhängig (Fahrplantrasse, Lok, Lokführer, Zugbegleiter, Ladepersonal usw. braucht man in jedem Fall) und nahezu überhaupt nicht abhängig davon, wieviele Plätze belegt sind. Wenn dann noch so Umstände dazukommen wie daß der Zug auch wieder leer zurückfahren muß bzw. bei spezieller Zielgruppe (Motorräder, Cabrios, Enten) nur die unteren Ladeflächen nutzbar sind und die obere Hälfte ohne Nutzlast mitgezogen werden muß, dann kommen pro Fahrzeug schon mal Preise heraus, die beim doppelten bis dreifachen vergleichbarer Linienverbindungen liegen.

Etwas aussichtsreicher kann es sein (aber bislang ebenfalls ohne bekannte Fälle konkreter Durchführung), sich "nur" einen oder zwei Wagen an ohnehin fahrende Züge anhängen zu lassen. Aber auch da gibt es maximale Zuglängen (die u.U. schon vom Linienbetrieb voll ausgeschöpft werden) und daß man zweckmäßigerweise solche Verladebahnhöfe kombinieren sollte, auf denen zur jeweiligen Zeit ohnehin Ladebetrieb stattfindet ...

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